LABS - Tanz in der Gesellschaft

Mit den Laboren beginnt der Dachverband Tanz Deutschland eine Themenreihe zu Tanz in der Gesellschaft. In zweitägigen Arbeitssessions wird unter Kolleg*innen an Bereichen des Tanzes gearbeitet, die sich in die Gesellschaft hinein erstrecken und deren Ergebnisse oder Zwischenstände dann zukünftig in Form von Dokumentationen allen Tanzschaffenden und Interessierten zur Verfügung stehen werden.
Die Labore sind offen für alle Interessierten und richten sich auch an aktuelle und durch die Pandemie bedingte Entwicklungen und Fragestellungen.


Terminverschiebung LAB Stadt in Bewegung:
Aus unvorhergesehenen organisatorischen Gründen muss das LAB „Stadt in Bewegung“ leider in den Herbst verschoben werden. Wir bedauern dies sehr und halten Sie bzgl. eines neuen Termins auf dem Laufenden.

LAB Stadt in Bewegung – das Performative in der Stadt

Ein Laboratorium zur Frage nach der darstellenden Dimension von Stadt bzw. der Darstellung (in) der Stadt

Dienstag, 20. Juli und Mittwoch, 21. Juli 2021 im Stuttgarter Zentrum und im Württembergischer Kunstverein Stuttgart

Hier finden Sie den Programmablauf

Fast jeder Text beginnt oder begann im letzten Jahr mit „in der Corona Krise...“ Und damit hat die Pandemie ein Thema an die Oberfläche gespült, das lange vor allem in den darstellenden Künsten kaum mehr Beachtung fand – der öffentliche, meist urbane Raum und die
Performance – in welcher Beziehung und vor allem in welcher Bedingung stehen sie zueinander? Aus welchem Blickwinkel betrachtet, kann sich eigentlich wer, was, wie und wo zur Bühne entwickeln? Was benötigt vor allem die Tanzkunst, um in urbanen Räumen weitab von ihren angestammten Bühnen Wirk- und Anziehungskraft zu entwickeln? Wo sind die öffentlichen, urbanen Räume, denen sich der Tanz bedienen kann? - Räume, die bereits als performative Orte genutzt werden, für den urbanen Tanz, beispielsweise. Räume, die durch ihre zentrale Lage zu Performance-Orten werden können.
Gerade wenn man Stuttgart - mit seinen nationalen und internationalen Playern der darstellenden und angewandten Kunst - aus der Vogelperspektive betrachtet, lässt schon alleine die Topografie an ein Amphitheater denken. Mit den immensen Baustellen meist im Herzen der Stadt und deren konstanter Bewegung befindet sich die Stadt permanent in einem performativen, d.h. in einem beweglichen, sich stets verändernden Zustand und ist somit prädestiniert für dieses Lab.

An zwei Tagen wird in Gesprächsrunden und Workshops die Stadt als Bühne und die Bühne als
Stadt diskutiert, erprobt und erkundet. Willkommen sind Tanzschaffenden und Künstler:innen ebenso wie Stadtentwickler:innen und planer*innen und die Stuttgarter Verwaltung. Aufgrund von Corona ist die Teilnehmer:innenzahl momentan beschränkt auf 25 bis max. 30 Personen, Änderungen sind vorbehalten.


Fragestellungen als Grundlage für die inhaltliche Programmentwicklung:

  • unter welchen Gesichtspunkten ist Stadt als performative Folie/Playerin für den zukünftigen Umgang mit Tanzkunst im öffentlichen Raum interessant/reibungsvoll/nachhaltig zu diskutieren?
  • Welche Potenziale bietet der Stadtraum für den Tanz, welche Blickwinkel sind hierbei dringend zu fokussieren?
  • Was bedeutet ein choreografisches und tänzerisches Bespielen der Stadt? Für die Bürger*innen, für den öffentlichen Raum, für die Verordnungen, für die......

Wichtig ist, dass lokale Akteur:innen des Tanzes und der Kultur-Institutionen gemeinsam mit der Verwaltung lokal drängende Fragestellungen und Themen diskutieren – dabei wird externe Expertise angefragt und impulsgebend eingebracht.

In Kooperation mit:
Akademie Schloss Solitude
CURRENT Stuttgart, Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart (FTTS),
iba27, Kulturamt Stuttgart, Produktionszentrum Tanz +
Performance (PZ), TANZPAKT Stuttgart, TanzSzene BW, Württembergischer Kunstverein Stuttgart



Physical Distancing als kollaborative Methode der zeitgenössischen Tanzpraxis

Freitag, 1. Oktober, und Samstag, 2. Oktober 2021 in Hamburg

Am 1. und 2. Oktober 2021 veranstaltet der Dachverband Tanz in Kooperation mit K3 - Zentrum für Choreografie | Tanzplan Hamburg ein Labor für professionelle Tanzvermittler:innen. Gemeinsam mit den Teilnehmer*innen experimentieren Fabian Chyle, Sebastian Matthias und Lucia Rainer mit Methoden des Trial-and-Errors, um sich der Frage zu nähern: „Wie können Praktiken des Physical Distancing als kollaborative Methode der Tanzvermittlung funktionieren?“ Orientiert an Impulsen von Nähe, Distanz und Zusammenarbeit sind die Teilnehmer:innen dazu eingeladen, gemeinsam choreografisch zu recherchieren - sowohl analog als auch virtuell – oder ganz digital, wenn es die Corona-Bestimmungen nicht anders zulassen. Ziel der gemeinsamen Recherche ist es, Formate der Zusammenarbeit zu erproben und eine analog-virtuelle Methodensammlung zu erarbeiten, die distanziert-kollaborative Bewegungspraktiken reflektiert und diese in der eignen Vermittlungspraxis weiterentwickelt.

Das LAB Physical Distancing als Kollaborative Methode der Tanzvermittlung findet als Teil einer Reihe von Laboren zum Thema "Tanz und Gesellschaft" des Dachverband Tanz Deutschland im Rahmen des Qualifizierungsformats von DIS-TANZEN und in Kooperation mit K3 - Zentrum für Choreographie I Tanzplan Hamburg statt.

Weitere Informationen werden in Kürze an dieser Stelle veröffentlicht.