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DIS-TANZ-SOLO

Förderprogramm für soloselbstständige Tanzschaffende

Die stipendienartige Förderung DIS-TANZ-SOLO richtet sich an soloselbstständige Tanzschaffende und fördert eigene (künstlerische) Arbeitsprozesse und Projekte, die das Erlernen und Ausprobieren neuer Methoden bzw. Theorien ermöglichen oder das Recherchieren und Weiterbilden sowie das Ordnen, Dokumentieren und Archivieren ihrer Projekte beinhalten. Es können Vorhaben gefördert werden, die eigene Arbeitsmethoden neu justieren und reflektieren sowie Wissen erweitern und innovative Arbeitsweisen formulieren. Auch der selbstständige Trainings- und Probenprozess für das eigene Vorhaben ist darin eingeschlossen. Außerdem richtet sich die Förderung an Tanzschaffende, die selbstständig an künstlerischen Arbeitsprozessen bei freien Ensembles mitwirken. 


Wer kann beantragen? 
Soloselbstständige im Tanz – Choreograf:innen, Tänzer:innen, Dramaturg:innen, Produzent:innen, Kurator:innen, Techniker:innen, Tanzvermittler:innen, Tanzpädagog:innen, Tanzjournalist:innen und alle, die maßgeblich an künstlerischen und/ oder tanzpädagogischen/ tanzvermittelnden Prozessen professionell beteiligt sind und Ihren Wohnsitz in Deutschland haben. 

Was kann beantragt werden?  
Fördergegenstand ist die eigene Arbeit von soloselbstständigen Tanzschaffenden an einem Vorhaben, in dessen Rahmen z.B. die eigenen Arbeitsmethoden reflektiert, innovative Felder ausprobiert und neue Methoden oder Theorien kennen- bzw. erlernt werden. Das Vorhaben kann auch die Dokumentation und Archivierung (u.a. von Requisiten, Bühnenbildern, Programmheften, Videos, etc.) des eigenen Werkes sowie die Recherche neuer Inhalte umfassen. Ebenso kann das eigene Training oder das Mitwirken als Soloselbstständige:r an künstlerischen Arbeitsprozessen bei freien Ensembles Teil des Vorhabens sein. 
Das Vorhaben sollte dabei zukunftsorientierte und für die Tanzszene nachhaltige Arbeitsweisen herausarbeiten. 

Welche Summen können beantragt werden?   
Insgesamt mind. 4.500€ und max. 13.500€ für mind. 3 bis max. 9 Monate. 

Wie wird die Fördersumme berechnet?
Der monatliche Arbeitsaufwand wird im Antrag selbstständig berechnet: Grundlage dafür ist die vom Bundesverband für darstellende Künste empfohlene Honoraruntergrenze von 2.490€ im Monat. Die Arbeit am Vorhaben wird nach Zeitaufwand folgendermaßen errechnet:
wenig (einen Tag pro Woche, 500€; mindestens 9 Monate)
teilweise (2 Tage pro Woche, 1.000€, mindestens 5 Monate)
mehr als die Hälfte Ihrer Arbeitszeit (3 Tage pro Woche, 1.500€, mindestens 3 Monate)
in Vollzeit (5 Tage pro Woche, 2.500€, maximal 5 Monate)

Ist eine Kofinanzierung Voraussetzung?  
Für DIS-TANZ-SOLO wird keine Kofinanzierung vorausgesetzt, es handelt sich um eine Vollfinanzierung. 

Wann ist Bewerbungsschluss? 
Antragsfrist ist der 11. Oktober 2021 (23:59 MEZ). 

In welchem Zeitraum kann das Vorhaben durchgeführt werden?  
Ab 01. Februar 2022 bis 31. Dezember 2022 (davon max. 9 Monate). 

In welcher Sprache wird der Antrag gestellt?  
Der Antrag für DIS-TANZ-SOLO kann in deutscher oder englischer Sprache gestellt werden. Das Antragsformular steht in beiden Sprachen zur Verfügung.

Das Antragsformular steht hier ab dem 20. Septemeber 2021 zur Verfügung.

BEVOR SIE IHREN ANTRAG STELLEN

Hier finden Sie alle Informationen zur Vorbereitung der Antragstellung, die ab dem 20. September 2021 möglich ist. 
Um Ihren Antrag für DIS-TANZ-SOLO vorzubereiten, benötigen Sie folgende Dokumente und Unterlagen: 

  • Nachweis über den Wohnsitz in Deutschland: 
    Laden Sie bitte einen Scan Ihres Personalausweises oder Passes (Vorder- und Rückseite) hoch. Falls aus dem Ausweisdokument nicht der Wohnsitz in Deutschland hervorgeht, fügen Sie bitte zusätzlich eine Meldebescheinigung bei. 
     
  • Beschreibung Ihres Vorhabens:
    Die Antragstellung beinhaltet sowohl eine
    • Kurzbeschreibung (500 Zeichen) und eine
    • ausführliche Beschreibung (3000 Zeichen) des Vorhabens, diese sind obligatorisch.
    • Optional haben Sie die Möglichkeit, Ihre Projektbeschreibung mit einem Video zu ergänzen, in dem Sie sich und Ihr Projekt kurz vorstellen. Das Video darf dabei eine maximale Länge von 3 Minuten nicht überschreiten. Ihr Video können Sie auf den Plattformen YouTube oder Vimeo einstellen. Das Video muss dort privat geschaltet werden und mit einem Passwort geschützt sein. Das Passwort vermerken Sie bei Antragstellung im Online-Formular.
      Das Video ersetzt nicht die Projektbeschreibung, sondern bietet lediglich eine weitere Darstellungsform des Projektinhaltes, falls Sie sich unsicher in der schriftlichen Projektbeschreibung fühlen.
       
  • Nachweis über die persönliche professionelle Tätigkeit im Tanzbereich:  
    Laden Sie bitte Ihren aktuellen CV / Arbeitsbiografie als PDF-Datei hoch (max. 1 DIN-A4-Seite, PDF). 
  • Nachweis über die Selbstständigkeit:  
    WICHTIG: Bitte laden Sie den aktuellsten Nachweis hoch, der Ihnen vorliegt (nicht älter als 2018). Folgende Dokumente können Sie als Nachweis einreichen:
  • eine aktuelle KSK-Mitgliedschaftsbestätigung oder
  • den aktuellsten Steuerbescheid (nicht älter als 2018).
    • Aus dem Steuerbescheid muss deutlich hervorgehen, dass Ihr Einkommen vollständig aus selbstständiger Tätigkeit oder mindestens die Hälfte Ihrer Gesamteinnahmen ausmacht
    • Bitte markieren Sie im Dokument deutlich Ihren Namen, das Steuerjahr und die betreffenden Zeilen zu Einkünften aus selbstständiger bzw. nicht-selbstständiger Tätigkeit, damit Ihr Nachweis anerkannt werden kann.
       
  • Bei Bedarf können die Dokumente ergänzt werden durch beispielsweise einen Gewerbeschein (Bestätigung der andauernden Gültigkeit über das Finanzamt) oder eine IHK-Mitgliedschaftsbestätigung. Diese Ergänzungen ersetzen jedoch nicht den oben genannten Nachweis.
     
  • Nachweise über die professionelle Beteiligung an Projekten oder Produktionen im Tanzbereich in den letzten drei Jahren (ab Januar 2018):  
    Als Nachweis über Ihre maßgebliche Beteiligung an zwei bis vier künstlerischen Tanzprojekten, Tanzproduktionen oder tanzpädagogischen Projekten können Sie beispielsweise Scans von Programmheften, Pressemitteilungen, Zeitungsartikeln oder Webseiten verwenden. 
    Journalist:innen belegen bitte ihre professionelle Tätigkeit über mind. 4 Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel (Ankündigungen, Rezensionen, Fachartikel).

    Bitte markieren Sie deutlich Ihren Namen und das Datum der Veranstaltung / des Projekts / der Publikation im hochgeladenen Dokument, damit Ihr Nachweis anerkannt werden kann.
    Auch schriftliche Bestätigungen von Produktionsstätten, künstlerischen Leiter:innen sowie tanzpädagogischen Einrichtungen oder Tanzschulen sind als Nachweis möglich.
     
  • ggf. Absichtserklärung des Ensembles:
    Für den Fall, dass Sie mit einem freien Ensemble zusammenarbeiten möchten, laden Sie bitte eine formlose Absichtserklärung hoch. Das Ensemble muss darin bestätigen, dass Sie als soloselbstständige:r Tanzschaffende:r am Arbeitsprozess mitwirken dürfen. Außerdem muss das Ensemble die Notwendigkeit zusichern, dass Ihre Mitwirkung nicht durch andere Finanzierungen realisierbar ist.
  • Aus der Absichtserklärung muss erkennbar sein:
    • der Name der:s Antragsteller:in
    • das Geburtsdatum der:s Antragsteller:in
    • Der Förderzeitraum des Vorhabens
    • Die Tätigkeiten (selbstständige Arbeit an künstlerischen Prozessen im Ensemble)
    • Notwendigkeit der Mitwirkung der:s Antragssteller:in

Hinweise mit Rückblick auf die vergangenen Ausschreibungsrunden:

Für die Antragstellung möchten wir Ihnen mit Rückblick auf die Jurydiskussionen der ersten drei Ausschreibungsrunden noch einige Hinweise zur Beschreibung des Vorhabens geben: 

  • Die Kurzbeschreibung beinhaltet in knappen Stichworten die Ziele sowie die wichtigsten Aspekte des Vorhabens (Themen bzw. Methoden, Ausgangspunkt, Ziel). 
  • Die ausführliche Beschreibung soll anschließend einen Einblick in Ihre aktuelle biografische und künstlerische Position sowie Ihr konkretes Vorhaben geben. 
  • Die Förderung ist darauf ausgerichtet, dass der Fokus des Vorhabens auf der eigenen Arbeit liegt und die eigene Arbeitszeit mit einem monatlichen Betrag gefördert wird. Es ist durchaus möglich, andere Tanzschaffende / Expert:innen in das Vorhaben einzubinden. Diese Zusammenarbeit kann in die Vorhabenbeschreibung einfließen, ebenso die Darstellung der fairen und angemessenen Vergütung der beteiligten Künstler:innen und Expert:innen.

Die folgenden Fragen können Ihnen bei der Konzeption Ihrer Projektbeschreibung helfen. Je nach Fokus des Vorhabens sind unterschiedliche Fragen relevant: 

  • In welcher aktuellen Situation (biografisch, künstlerisch) befinden Sie sich gerade? 
  • Wie ist die Entscheidung für Ihr Vorhaben begründet? 
  • Warum haben Sie sich für das Thema oder die Arbeitsweise (künstlerische Methode, Recherche, Archivierung etc.) entschieden? 
  • Wie ist das Thema/die Arbeitsweise an ihre (künstlerische) Praxis angebunden? 
  • In welchem Entwicklungsstadium befindet sich Ihr Vorhaben? 
  • Welche Entwicklung soll das Vorhaben in dem Förderzeitraum durchlaufen? (Prototyp, Umsetzung, Reflexion/Abschluss) 
  • Auf welche Erfahrungen können Sie zu diesem Thema/Arbeitsweise zurückgreifen bzw. mit welchen Expert:innen arbeiten sie zusammen? 
  • Wenn Sie mit weiteren Personen arbeiten, wie sind diese eingebunden? Inwiefern wird das Vorhaben Ihnen auch in der Zukunft eine bessere Arbeitsbasis ermöglichen?
  • Welche Relevanz und Nachhaltigkeit hat ihr Vorhaben für Ihre eigene künstlerische Arbeit? 
  • Welcher Mehrwert könnte aus Ihrem Vorhaben für die Tanzszene geschaffen werden?

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